In der Vergangenheit wurde das Jagdhorn hauptsächlich auf Gesellschaftsjagden genutzt, um sich untereinander zu verständigen. Heute ist es vielfach der modernen Technik gewichen. In den Untergliederungen des DJV auf beispielsweise Landes-, Kreis- und Hegeringebene haben sich überall Bläsergruppen gebildet, die sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben.
Am Sonntag, 8. November 2026, findet um 11.30 Uhr im der Dillinger Kirche „Hl. Sakrament“, dem sog. Saardom, eine feierliche Hubertusmesse statt.
Die Hubertusmesse erinnert an den Heiligen Hubertus, Schutzpatron der Jäger, und verbindet den Dank an Gott für die Schöpfung mit der Verantwortung des Menschen für Natur, Wild und Lebensraum. Die Klänge der Hörner verleihen diesem besonderen Gottesdienst eine eindrucksvolle Atmosphäre und bringen Glaube, jagdliches Brauchtum und Naturverbundenheit auf besondere Weise zusammen.
Organisiert wird die Hubertusmesse von den Jagdrevieren Diefflen, Dillinger Hüttenwald und Nalbach.
Für die musikalische Gestaltung sorgen die Parforcehornbläser des Jagdhornbläsercorps Köllertal unter der Leitung von Martin Hanna, das Jagdhornbläsercorps Merzig sowie das Alphornduo Saar-Lor-Lux unter der Leitung von Andreas Hirtz.
Eine Besonderheit dieser Hubertusmesse ist das Zusammenspiel von Parforcehörnern, Fürst-Pless-Hörnern und Alphörnern. Alle gehören zur Familie der Naturhörner und kommen ohne Ventile aus. Ihre warmen und weittragenden Naturtöne ergänzen sich auf eindrucksvolle Weise und versprechen im großen Kirchenraum des Saardoms ein außergewöhnliches Klangerlebnis.
Beide Jagdhornbläsercorps werden unter anderem Werke aus der Hubertusmesse von Reinhold Stief zu Gehör bringen.
Bereits vor der Messe ab 11 Uhr soll ein „Großer Hörnerklang“ im Mittelschiff des Saardoms auf den Gottesdienst einstimmen. Im Anschluss an die Hubertusmesse ist ein kleines Bläserkonzert vorgesehen.
Die Jägerschaft und alle Freunde der Jagd-, Horn- und Alphornmusik sind herzlich eingeladen, diese besondere Hubertusmesse im „Dillinger Saardom“ mitzufeiern.
Am Samstag, 27. Juni 2026, fand im Gasthaus Schwinn in Schwarzenholz erstmals seit längerem eine Hornmeisterschulung statt. LBO Frau Pauline Kohler hatte im Vorfeld alle Corps umfassend informiert, sodass sich die vorgesehenen Musikalischen Leiter und Jagdhornbläser rechtzeitig anmelden konnten. Mit der fachlichen Durchführung wurde Herr Jörg Schmitt betraut. Pünktlich um 9 Uhr – bei sommerlichen Temperaturen – startete der Kurs mit insgesamt fünf Teilnehmern.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es direkt ins Thema. Als Auftakt wurde in Gruppenarbeit die zentrale Frage diskutiert, welche Erwartungen Jagdhornbläser an ihre Musikalischen Leiter haben. Die Ergebnisse dieser Phase schufen ein gemeinsames Verständnis und gaben den roten Faden für den weiteren Tagesverlauf vor.
Der Vormittag war der Theorie gewidmet. Auf dem Programm standen die Auffrischung und Vertiefung von Notenkenntnissen, Grundlagen der Harmonielehre und Elemente der Gehörbildung. Ergänzend wurden Aspekte der
Gruppendynamik behandelt sowie das formale Auftreten einer Bläsergruppe gemäß den DJV‑Wettbewerbsrichtlinien besprochen. Die Mischung aus fachlicher Substanz und praktischer Relevanz sorgte für eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre.
In der Mittagspause stärkten sich die Teilnehmenden mit einer kleinen Mahlzeit. Besonderen Anklang fand der ausgezeichnete Kuchen, den Herr Robert Hoffmann organisiert und seine Frau Gertrud Hoffmann gebacken und großzügig gespendet hatte – hierfür ein herzlicher Dank an Gertrud und Robert.
Am Nachmittag rückte die Praxis in den Mittelpunkt. Zwei Formationen des Jagdhornbläsercorps Chasseurs Saar e.V. – eine Plesshorngruppe und eine Parforcehorngruppe – stießen hinzu und boten den idealen Rahmen, um das am Vormittag Erarbeitete unmittelbar anzuwenden. Unter Anleitung wurden Klangvorstellungen geschärft, Abläufe abgestimmt und dirigentische Impulse erprobt. So verzahnten sich Theorie und Praxis spürbar.
Zum Abschluss gab es eine Feedbackrunde. Das Echo fiel durchweg positiv aus: Die Teilnehmenden berichteten von deutlichen Lernfortschritten, neuen Perspektiven und vielen konkreten Anregungen für die Arbeit in ihren Ensembles. Zugleich wurde der Wunsch geäußert, das Format zu wiederholen oder inhaltlich fortzuführen. Gegen 16 Uhr endete die Veranstaltung – mit einem sehr erfreulichen Ergebnis für alle Beteiligten und dem klaren Signal, diesen Weg weiterzugehen.
Nachwuchsgewinnung bei den Bläsercorps im Saarland einerseits und die Stärkung des Brauchtums anderseits veranlassten die VJS, für Jägerinnen und Jäger einen Schnupperkurs im Jagdhornblasen anzubieten.
Für den ersten Termin im Juli waren die Plätze für Neulinge und Wiedereinsteiger nach Veröffentlichung auf der Webseite innerhalb von wenigen Stunden ausgebucht.
Das „Bläsercorps Chasseurs Saar“ stimmte im „Gasthaus Schwinn“ in Schwarzenholz zu Beginn mit den entsprechenden Signalen „Jägersleut‘ versammelt euch“ und „Begrüßung“ ein.
Herr Jörg Schmitt und Herr Patric Louis führten in die Theorie des Jaghornblasens
ein. Es folgten praktische Atemübungen und die erste Tonerzeugung mit dem Mundstück. Danach ging es in Kleingruppen weiter, in denen sich alle Teilnehmer individuell am „Fürst-Pless-Horn“ ausprobieren konnten. Für Teilnehmer ohne Horn konnten Leihinstrumente zur Verfügung gestellt werden.
In der Tagesveranstaltung schafften es schließlich alle, dem „Pless-Horn“ die ersten sauberen Töne zu entlocken. Im Abschluss konnte gemeinsam das Signal „Aufbruch zur Jagd“ geblasen werden, bevor Chasseurs Saar am Ende drei Musikstücke auf dem Es-Parforcehorn präsentierten.
Frau Pauline Kohler überzeugte sich als Obfrau für das Jagdhornblasen vom erfolgreichen Verlauf des Seminars. Zusammen mit den Seminarleitern steht der Entschluss der VJS, den Kurs in anderen Landkreisen auch anzubieten, um die Tradition des Jagdhornblasens weiter zu stärken.
Jörg Schmitt, Lebach, und Patric Louis, Blieskastel, absolvierten im Auftrag der VJS den Grundkurs des DJV zur Ausbildung als künftige Wertungsrichter bei den Wettbewerben der Jagdhornbläser. Bundesbläserobmann Jürgen Keller schulte im Jagdlehrhof Springe die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Bundesländern mit Unterstützung von Siegrid Tönnies, Niedersachsen, und Felix Brühl, Rheinland-Pfalz. Neben den Regularien des DJV, detaillierte Noten- und Rhythmuskenntnisse flossen auch Übungen in praktischer Bewertung mit ein. In den jeweiligen Kategorien stellten sich mehrere Bläsergruppen aus Niedersachsen den Nachwuchsrichtern in den Räumlichkeiten des Jagdschlosses. Bei allen Nachwuchsrichtern war dabei die Vorgabe, die Gruppen mittels Anmerkungen in den Bewertungen in ihrer weiteren Arbeit zu unterstützen und nicht zu kritisieren.
Die beiden Teilnehmer der VJS sind erfahrene Musiker – Jörg Schmitt, Jagdhornbläsercorps Chasseurs Saar und Betreiber einer Jagdhornschule in Lebach und Patric Louis, u. a. Bläsercorps Hegering Obere Saar. Bevor sie als Wertungsrichter tätig werden, wird noch ein praktischer Teil bei einem der nächsten Wettbewerbe vorgeschaltet, wobei beide schon für Wettbewerbe im nächsten Jahr angefragt wurden.
Schmitt und Louis haben sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, zusammen mit der Bläserobfrau Pauline Kohler die Nachwuchsgewinnung bei den Saarländischen Jagdhornbläsern zu stärken und das Angebot an Wettbewerben im Jagdhornblasen im Land zu unterstützen
Die VJS wünscht den beiden stets eine gute und gerechte Hand bei den Bewertungen der Bläsergruppen, um damit die Tradition des Jagdhornblasens voran zu bringen.
Für Jagdhornbläsergruppen:
Wenn Sie Ihre Veranstaltungen, Messen, etc. unter unseren Terminen veröffentlichen möchten, senden Sie uns doch einfach eine e-Mail an: s.hans@saarjaeger.de – wir freuen uns über jede Hereingabe.
Interesse am Jagdhornblasen?
Hier die Übersicht d. saarländischen Bläsergruppen - Stand August 2026
Antrag auf die Bläsertreuenadel
(Die Ehrung mit der Bläsertreuenadel kann nur erfolgen, wenn eine entsprechend lange Mitgliedschaft in der VJS oder einem anderen Landesjagdverband nachgewiesen werden kann.)