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Einsatz von Wildkameras

Seit längerem haben wir nichts mehr über den Einsatz von Wildkameras berichtet.

Die aktuelle Beantwortung einer Anfrage an das „Unabhängige Datenschutz-Zentrum Saarland“ gibt Anlass, nochmal das wiederzugeben, was gilt.

Im Gegensatz zur vorherigen Rechtslage besteht keine Meldepflicht mehr für die Inbetriebnahme von Wildkameras.

Ungeachtet dessen ist der Betreiber einer Wildkamera als für die Datenverarbeitung Verantwortlicher zur Führung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten verpflichtet. Das Verzeichnis ist intern zu führen und der Aufsichtsbehörde auf Verlangen vorzulegen (Art. 30 Abs. 4 DSGVO). Ein Verstoß gegen diese Pflicht ist grundsätzlich bußgeldbewehrt. Vordrucke und Anwendungshinweise findet man auf der Homepage datenschutz.saarland.de.

Beim Einsatz von Wildkameras sind weitere Vorgaben zu beachten. So dürfen diese nur für konkret festgelegt Zwecke zum Einsatz kommen, wie z. B. zum Zwecke der Tierbeobachtung oder auch zu wissenschaftlichen Zwecken.

Die Installation von Wildkameras z. B. zum Schutz vor Vandalismus sei dagegen grundsätzlich unzulässig, so das Datenschutz-Zentrum.

Weiter gilt, dass Wildkameras in Hüfthöhe mit Blickrichtung zum Boden anzubringen sind. Aufnahmen der Totale sind für die Zweckerreichung grundsätzlich nicht erforderlich und damit ebenfalls unzulässig. Aufnahmen sollten regelmäßig gesichtet und, sofern sich auf diesen Personen befinden, unverzüglich gelöscht werden. Weiterhin ist den Transparenzanforderungen gerecht zu werden (bspw. durch eine Hinweisbeschilderung in der unmittelbaren Umgebung).

 

Für Anfragen bzgl. der Aufhängung von Wildkameras kontaktieren Sie bitte das

Unabhängiges Datenschutzzentrum Saarland

Fritz-Dobisch-Str. 12
66111 Saarbrücken

oder:

Postfach 10 26 31
66026 Saarbrücken

Telefon 0681-94781-0
Fax 0681-94781-29

E-Mail poststelle@datenschutz.saarland.de

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