Keilerroggen2Unter Wildbrethygiene werden alle Maßnahmen verstanden, die notwendig sind, um Wildbret von Haar- und Federwild in ihrer Genusstauglichkeit für den Menschen zu beurteilen.

Personen, die Kleinwild (freilebendes Federwild, Feldhase, Wildkaninchen) und Großwild (Schalenwildarten) erlegen, versorgen und behandeln, um das Wildbret für den menschlichen Verzehr zu gewinnen, müssen nach den Erfordernissen einer EU- einheitlichen Regelung ausreichend geschult sein.

Der Jäger als kundige Person ist ausgebildet um gesundheitlich bedenkliche Merkmale am Wildkörper zu erkennen, was die Grundlage für eine nachfolgende amtliche Fleischuntersuchung und Beurteilung der Genussfähigkeit darstellt.

Für Eigenverbrauch, Direktvermarktung oder Wildhandel gelten unterschiedliche Verordnungen.

Voraussetzung für eine Trichinenprobeentnahme durch den Jäger

Ein Jäger, der die Trichinenprobe bei den von ihm erlegten Wildschweinen selbst entnehmen möchte, muss zuvor an der Schulung „Entnahme von Trichinenproben beim Wildschwein“ mit den erforderlichen Inhalten teilgenommen haben. Diese Schulung wird bei Bedarf von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) angeboten.

Nach der Schulung erhält jeder Teilnehmer eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

Die Teilnahmebescheinigung wird gemeinsam mit einem vom LAV vorbereiteten Antrag sowie einer Kopie des gültigen Jagdscheines beim LAV unter der Anschrift „Landesamt für Verbraucherschutz, Konrad-Zuse-Straße 11, 66115 Saarbrücken, für die „Übertragung der Trichinenprobe-Entnahme“ eingereicht.

Das LAV überträgt dann, nach Vorlage der erforderlichen Voraussetzungen, die Trichinenprobe-Entnahme gemäß § 6 Abs. 2 Tier-LMÜV für seinen Zuständigkeitsbereich (Saarland) auf den Jäger.

Ansprechpartner für die Terminierung einer Schulung ist für Sie bei der Vereinigung der Jäger des Saarlandes Herr Schorr, Tel-Nr. 06838/864788-0.

Ansprechpartner für die anschließende „Übertragung der Trichinenprobeentnahme“ durch das Landesamt für Verbraucherschutz ist Herr Thomas Welsch, Tel-Nr. 0681/9978-4514.

Bezug der Wildursprungsmarken und –scheine beim LAV

Nach erfolgter Übertragung und dem Besitz eines gültigen Jagdscheines sind die Voraussetzungen für den Erhalt von Wildursprungsmarken erfüllt. D. h. unter Vorlage der förmlichen Übertragung und des gültigen Jagdscheines können in den Dienststellen des LAV am Standort Saarbrücken, Konrad-Zuse-Straße 11 (3. OG, Zentralstelle, Raum 310) Wildursprungsmarken und die dazugehörigen Wildursprungsscheine käuflich erworben werden (die Gebühr beträgt derzeit 2,14 € je Wildursprungsmarke und –schein gem. Gebührenziffer C 1.17 des besonderen Gebührenverzeichnisses für amtliche Kontrollen im Rahmen des Fleischhygienerechts vom 10. Dezember 2012).

Die Abgabe erfolgt Montag bis Freitag in der zeit von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr oder ausnahmsweise nachmittags nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.

Wichtiger Hinweis zu den Wildursprungsmarken:

Ab sofort können Wildursprungsmarken und –scheine auch per E-Mail oder Fax mit diesem Formular (Download) bestellt werden. Für den Versand der Wildursprungsmarken und –scheine werden Porto- und Verpackungskosten in Höhe von 2,50 € je Versandtasche (max. 10 Wildursprungsmarken und –scheine je Versandtasche) erhoben. Die Übersendung erfolgt nach Zahlung der Gesamtgebühr.

Können Wildursprungsmarken für einen Jagdkollegen erworben werden?

Die Abgabe von Wildursprungsmarken an Dritte (Im Auftrag) darf nur nach Vorlage einer schriftlichen Vollmacht durch den gem. § 22a Abs. 1 Satz 2 Fleischhygienegesetz (FIHG) oder § 6 Abs. 2 Tier-LMÜV Beauftragten erfolgen.

Wo kann ich die Trichinenproben zur Untersuchung abgeben?

  • LAV am Standort Saarbrücken

Persönliche Abgabe während der Öffnungszeiten der Probeannahme: Montag bis Donnerstag von 08.00 Uhr – 15.30 Uhr und Freitag von 08.00 Uhr – 14.00 Uhr.

Außerhalb der o. g. Öffnungszeiten können Sie Proben mit Wildursprungsscheinen auch in den Außenkühlschrank auf dem Parkplatz des LAV, Einfahrt Konrad-Zuse-Straße, einwerfen (links neben der Schranke, am Ende des abgesperrten Bereichs). Weitere Informationen erhalten Sie beim LAV unter Tel. 0681/9978-4100 und -4101.

  • Beim amtlichen Fleischbeschautierarzt zu den Sprechstundenzeiten.
  • Kühlschrank auf dem Schießstand der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS), Lachwald 5, 66793 Saarwellingen zu den Schießstandöffnungszeiten.
  • Versand per Briefpost an das LAV am Standort Saarbrücken:

Es besteht auch die Möglichkeit, zu untersuchende Proben mit der Briefpost an das LAV zu senden, nach Möglichkeit vakuumiert. Die Anschrift dafür lautet: Landesamt für Verbraucherschutz, Konrad-Zuse-Str. 11, 66115 Saarbrücken.

Die für den Postversand erforderlichen Materialien (Beutel, Versandtasche) sind vom Einsender bereit zu stellen.

Wichtige Hinweise:

Bitte achten Sie darauf, dass die Proben auslaufsicher und den hygienischen Vorgaben entsprechend verpackt sind und das blaue abreißbare Nummernteil der Wildursprungsmarke sowie der entsprechende Wildursprungsschein (weiß) beigefügt sind.

Die Trichinenprobeentnahme durch den Jäger ist nur dann zulässig, wenn dieser Verantwortung bzw. Mitverantwortung für den Verbleib des erlegten Wildes trägt und somit handlungsbefugt i. S. des § 6 Abs. 2 Tier-LMÜV ist.

Eine Tätigkeit als reiner „Probennehmer“ i. S. einer Dienstleistung ist nicht möglich.

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei den vorgenannten Dienststellen.

 

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Umgang mit schwerkranken Füchsen in der Schonzeit – Flyer

Begleitschreiben für die Abgabe von Füchsen
(als schwer krank in der Schonzeit erlegt oder frisch tot aufgefunden)
Die Kosten der Untersuchung werden gemäß Vordruck durch Mittel aus der Jagdabgabe bezahlt und damit kommen auf den einliefernden Jäger keine Kosten zu.