raeudefuchs-homburg-november-2016Fuchsräude im Saarland – Ein Sachstandsbericht

Seit mehr als vier Jahren gibt es die Räude (Erreger Sarcoptes-Milbe) im Saarland.

Während die meisten Jägerinnen und Jäger bis etwa zum Jahreswechsel 2012/2013 die Räude nur aus dem Jägerlehrbuch kannten, dort oft noch spezifisch mit der „Gams“ verbunden, gab es dann verschiedene Berichte von der Räude beim Fuchs auch bei uns. Nicht nur beim Fuchs. Hunde hatten sich genauso infiziert wie ihre Halter und behandelnde Tierärzte.

Früher sogar als die VJS wussten z.B. die „Warndt-Waldis“ Bescheid. Diese „posteten“ mit Datum vom 14.01.2013 auf ihrer Homepage entrüstet und erleichtert zugleich: „Saarländische Fuchsräude endlich in den Medien. Lange hat’s gedauert! Fast vier Monate nach unserer Intervention bei verschiedenen Behörden und wiederholter nicht gehaltener Versprechen, die Räude in der Öffentlichkeit publik zu machen, wurde heute endlich das verstärkte Auftreten der Fuchsräude im Saarland in diversen (…) Medien verkündet. (…)“

Dies hatte uns veranlasst, unseren Mitgliedern einen Meldebogen für die Räude zur Verfügung zu stellen, um Feststellungen über die Verbreitung der Krankheit im Saarland zu ermöglichen. Die Räude ist weder anzeigepflichtig, noch sonst irgendetwas. Da die Untersuchung – anders als die Tollwutuntersuchung – auch noch kostenpflichtig ist, entsorgen die meisten Jägerinnen und Jäger erlegte oder gefundene Füchse, da ein weiterer Erkenntnisgewinn nicht zu erwarten ist.

Nach Anfangs vielen Meldungen aus dem gesamten Saarland, allerdings auch mit gewissen Schwerpunkten, können zurzeit aufgrund einer gewissen „Meldemüdigkeit“, statistische Aussagen nicht getroffen werden. Aufgrund vieler verbaler Äußerungen unserer Mitglieder können wir jedoch sagen, dass die Räude im Saarland flächendeckend verbreitet ist.

Das aktuelle Bild, das zusammen mit einem Meldebogen und vielen weiteren Bildern eingegangen ist, stammt von einem Fuchs, der am 07.11.2016 gegen Abend im Bereich Homburg erlegt wurde, nachdem er in seinem erbärmlichen Zustand einen Hühnerstall aufgesucht hatte.

Der Tierschutz und unser gesetzlicher Auftrag erfordern es, jeden erkrankten Fuchs zu erlegen und insgesamt die Population auszudünnen, damit die Krankheit zum Erliegen kommt.

Eine Landtagsanfrage des Abgeordneten Hubert Ulrich von den „Bündnis-Grünen“ konnte von der Landesregierung nicht so beantwortet werden wie gewünscht, weil eben die meisten deutlich erkrankten Füchse entsorgt und nicht untersucht werden. Jeder tot aufgefundene Fuchs m u s s im Sinne der Tollwut-Prophylaxe auf Tollwut untersucht werden. Von 18 Totfunden waren laut der Beantwortung vier mit Räudemilben befallen. Lediglich zwei erlegte Füchse wurden der Untersuchung zugeführt, von denen beide negativ waren.

Wir sind jedoch der begründeten Meinung, dass diese „offiziellen Zahlen“ die Realität nicht abbilden.

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Foto: Rolfes / DJVJäger zu Wolfsexperten weitergebildet

Rund 60 Jägerinnen und Jäger aus dem Saarland sowie Vertreter der hauptamtlichen Naturwacht des Saarlandes haben am 17.02.2016 im Jägerheim in Saarwellingen an einer Schulung über den Wolf im Saarland teilgenommen.

Die Wildbiologen Dr. Daniel Hoffmann, Sebastian Hoffmann, Ralph Heinemann und Berufsjäger René Wiese unterrichteten die Hegeringleiter der VJS darüber, wie sich die aktuelle Populationsentwicklung in Europa darstellt, wie Spuren und Risse ausgewertet und dem Wolf zugeordnet werden können oder eben nicht und wie die Konfliktfelder Wolf und Nutztierhaltung sowie Wolf und Jagd gehandhabt werden können.

Der stellvertretende Landesjägermeister Edgar Kuhn, der mit den vorgenannten Experten der VJS die Veranstaltung konzipiert hatte, freute sich, dass das aktuelle Wissen um den Wolf so breit in die Jägerschaft getragen werden konnte.

Die VJS ist mit ihren 48 Hegeringleitern flächendeckend im Saarland präsent, so dass jetzt sichergestellt ist, dass bei allen Fragen vor Ort in jeder Kommune ein Ansprechpartner in Sachen Wolf vorhanden ist.
Für weiterführende Details und die Umsetzung des saarl. Wolfsmanagementplanes stehen anschließend die Wildbiologen und Berufsjäger zusammen mit den Vertretern des saarländischen Biodokumentationszentrums unter Leitung von Herrn Dr. Andreas Bettinger zur Verfügung.
Eine weitere, sehr intensive, Expertenschulung wird zusammen mit dem Biodokumentationszentrum Ende Februar im Jägerheim im kleineren personellen Rahmen stattfinden.
In seinen Schlussworten bedankte sich Landesjägermeister Josef Schneider für die Bereitschaft der Funktionsträger, sich jederzeit neuen Anforderungen zu stellen und hoffte gleichzeitig, dass der Lebensraum im Saarland wieder so gestaltet werden kann, dass nicht nur der Wolf im Saarland vorbeischauen kann, sondern insbesondere auch die Niederwildarten wieder ein Bleiberecht im Saarland haben. Er hoffte weiter, dass es nicht zu Konflikten zwischen Mensch und Wolf kommt, die aufgrund der Größe des Tieres nie gänzlich ausgeschlossen werden können. Letztere Ansicht wäre naiv und damit auch gefährlich.

Kontaktdaten zur Wolfsmeldung:

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