Saarländischer Landesjägermeister Andreas Schober:
Missverständliche Äußerungen: Tat von Winnenden sollte nicht verharmlost werden
Der saarländische Landesjägermeister Andreas Schober bedauert, dass seine bewusst überspitzt formulierten Vergleiche im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion um die Verschärfung des Waffengesetzes falsch ausgelegt wurden. „Ich wollte den Amoklauf in Winnenden keinesfalls verharmlosen oder die Opfer gar verhöhnen.", sagte Andreas Schober am Mittwoch in Saarbrücken. „Natürlich habe ich auch mit Entsetzen und Trauer auf den schrecklichen Amoklauf in Winnenden reagiert, mein Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen." In einem offenen Brief an die saarländischen Landtagsabgeordneten hatte Schober zuvor die Verschärfung des Waffenrechtes vehement abgelehnt. Mit dem kritisierten einleitenden Absatz des offenen Briefes hinsichtlich einer fiktiven Amokfahrt mit einem PKW sollte lediglich auf die unsachliche aktuelle Diskussion zur Änderung des Waffenrechts aufmerksam gemacht werden.
„Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass kein Gesetz der Welt eine so irrationale Tat verhindern kann. Dieser Meinung bin ich noch heute", so der Landesjägermeister weiter. Die Tat eines einzelnen verwirrten Menschen dürfe nicht zum Anlass genommen werden, das Waffenrecht weiter zu verschärfen. Besitzer legaler Waffen dürften nicht unter Generalverdacht gestellt werden.
Vielmehr komme es nach Meinung von Schober darauf an, die vorhandenen Möglichkeiten, die das strenge deutsche Waffenrecht schon heute zulässt, konsequent auszuschöpfen.
„Dass Jäger immer wieder unter Generalverdacht gestellt werden, hat mich geärgert. Leider wurden die von mir gewählten Formulierungen bewusst aus dem Kontext geholt und damit Missverständnisse provoziert", sagte Landesjägermeister Schober.