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Zahl der Wildunfälle im Saarland NICHT gestiegen!

Der Dachverband der bundesdeutschen Jäger, der DJV hat gemeldet, dass die Zahl der Wildunfälle mit Wildschweinen im letzten Jahr bundesweit um ein Drittel gestiegen sei.

„Dies stimmt für das Saarland nicht!", äußert sich dazu der saarländische Landesjägermeister Andreas Schober. „Weder beim Schwarzwild noch beim Rehwild kann von steigenden Wildunfallzahlen in den letzten Jahren gesprochen werden, auch wenn dies in den letzten Wochen so durch die Medien gegangen ist.

Die Gesamtjahresstrecke beim Rehwild pendelt seit Jahren konstant zwischen 9.000 Stück und 10.000 Stück. Der Anteil der überfahrenen Stücke ist in den letzten 3 Jahren aber um ein Drittel zurückgegangen." Ein für die saarländischen Jäger sehr positives Ergebnis, so Schober.

Die Abschusszahlen pendeln beim Schwarzwild viel stärker. So kamen beispiels-weise im Jagdjahr 2000/01 2.560 Schwarzkittel zur Strecke, 2003/04 7.453 und im vergangenen Jagdjahr 4.858 Stück. Der Prozentsatz der überfahrenen schwankte im selben Zeitraum unregelmäßig zwischen 4,1 und 7,6 Prozent.

Dabei ist bemerkenswert, dass in den beiden Jahren mit den höchsten Schwarzwildstrecken die niedrigsten Prozentsätze an überfahrenem Wild festgestellt werden konnten. In absoluten Zahlen gesprochen wurden 2003/04 371 Stück Schwarzwild überfahren, vorletztes Jahr 245 und letztes Jahr 233. Die Behauptung, dass die Anzahl der Wildunfälle gestiegen sei, ist also für das Saarland definitiv falsch.

Schober verurteilte deutlich die „selbsternannten Wild-Gurus", die behaupteten, die Wildbestände seien im Saarland drastisch gestiegen.

„Nicht nur das Zahlenmaterial ist falsch, die daraus gezogenen Folgerungen, die Jäger seien an dem Leid der Unfallopfer, sowohl Mensch als auch Tier, schuld, grenzt an üble Nachrede", so der Landesjägermeister. „Die Zahlen zeigen ganz eindeutig, dass einfache Zusammenhänge zwischen der Anzahl der Unfälle und der Höhe des Wildbestandes nicht nachgewiesen werden können!" betonte Schober.

„Und dass sich die Tiere in selbstmörderischer Absicht vor die Fahrzeuge werfen, halte ich gelinde gesagt nicht für Jäger- sondern für Jagdgegner-Latein."