Acn Banner
Logo


			

News:

02.09. 2010

VJS-Pressemitteilung: Kann eine Kuh einem Huhn das Eierlegen beibringen?

weiterlesen

02.07. 2010

VJS-Pressemitteilung: Pressemitteilung des Umweltministerium stellt Ergebnisse auf den Kopf

weiterlesen

Schießwesen




 


Öffnungszeiten der Schießstände:

Schießstand Jägerheim
Montag: 10.00 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 19.00 Uhr
Dienstag: 14.00 Uhr - 19.00 Uhr
Mittwoch: 10.00 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 19.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 Uhr - 19.00 Uhr
Freitag: 10 Uhr - 12.00 Uhr und 14 Uhr - 19.00 Uhr
Samstag: reserviert für Jägerkurs, Hegeringe und Gruppen nur nach Absprache
Sonntag: 09.00 Uhr - 12.00 Uhr, vorzugsweise aber vergeben an Kreisgruppen und Hegeringe
An Feiertagen geschlossen (15.08.2010 Maria Himmelfahrt)

Weiter ist der Schießstand wegen Jägerprüfung geschlossen, jeweils am:
Sonntag, 08.08.2010
Donnerstag, 26.08.2010

Am 19.09.2010 findet das Hegeringvergleichsschießen statt. An diesem Sonntag können nur Mitglieder der Mannschaften schießen.

 

Schießstand Homburg
Die Kugelstände sind vom 03.03.2010 bis zum 13.10.2009 mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
In dieser Zeit können auch Schießnachweise erworben werden. In den Wintermonaten ist der Schießstand geschlossen.
Absprachen mit KSO Thomas Rummler, 06842-536821, e-mail: t.rummler@freenet.de oder Stellvertreter Joachim Welsch, 06849-8375 möglich.
Beachten Sie bitte das auf allen Ständen das Verschießen von Flintenlaufgeschossen untersagt ist und das Waffen, bei denen die Treffpunktlage unklar ist, bei der Standaufsicht anzumelden sind.


Schießstand Steinberg-Deckenhardt
Büchsenstand: So. 09.00 Uhr - 11.30 Uhr
In den Wintermonaten und zu anderen Zeiten nur in Absprache mit KSO Wolfgang Schäfer.


Kurwaffenschießstand Dörsdorf
Jeden 1. und 3. Montag im Monat von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Zusätzliche Veranstaltungen nur nach Absprache. Benutzung mit Kurzwaffen bis max. .45 ACP


Wurfscheibenstand Baumholder (Rod & Gun Club)
Sommerzeit: Samstag und Sonntag 11.00 - 16.00 Uhr, Donnersta 17.00 - 20.00 Uhr
Winterzeit: nur Samstag und Sonntag 11.00 - 16.00 Uhr
Stammtisch jeden letzten Donnerstag im Monat

 


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Vorstand stiftet „Saarländische Drückjagdnadel"



Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 11.02.2009 eine „Saarländische Drückjagdnadel" gestiftet. Die Anforderungen finden Sie weiter unten im Kasten. Motive und Hintergründe erfahren Sie in dem nachfolgenden Interview zwischen Herrn Bernhard Strohm, Ausschussvorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit, jagdliches Brauchtum und Weiterbildung und Landesjägermeister Andreas Schober:


Bernhard Strohm: Herr Landesjägermeister Schober, warum hat der Vorstand die Initiative ergriffen, eine entsprechende Nadel zu stiften. Reichen die bisherigen DJV-Schießnadeln nicht aus?

Landesjägermeister Andreas Schober: Ich lege Wert auf waidgerechte, handwerklich perfekte Jagdausübung. Das wird nicht immer und überall gelingen, aber der Anspruch muss da sein, in diesem Streben nicht nachzulassen. Die Waidgerechtigkeit hat als einen zentralen Gedanken den Tierschutz. Ich und viele andere Verantwortliche in der VJS sehen uns oft mit der Behauptung konfrontiert, dass auf Bewegungsjagden schlecht geschossen werde. Es ist unser Anliegen, ganz konkret das Verhältnis von abgegebenen Schüssen zu erlegtem Wild zu verbessern, um dem Optimum 1 Schuss zu 1 Stück Schalenwild mit höchstens kurzer Nachsuche möglichst nahe zu kommen. Ich freue mich, dass der Beschluss im Vorstand einstimmig erfolgt ist.

Strohm: Wie stehen Sie persönlich zu Bewegungsjagden?

Schober: Die Bewegungsjagd auf Schalenwild hat im Saarland aufgrund des stark gestiegenen Schwarzwildbestandes an Bedeutung erheblich zugenommen. Ich selbst nehme gerne an gut organisierten Bewegungsjagden teil und möchte die jagdlichen Erlebnisse nicht missen. Aber die Bewegungsjagd kann die Einzeljagd nur ergänzen und keinesfalls ersetzen, dies will ich deutlich an die Adresse all jener richten, die die Bewegungsjagd als „Allheilmittel" zur Reduktion angeblich überhöhter Schalenwildbestände propagieren. Höchstens in der Hälfte der saarländischen Reviere, Staatsforst ausgenommen, kann überhaupt so gejagt werden, schätze ich einmal. Um mehr Bewegungsjagden durchzuführen, ruft die VJS auch seit Jahren dazu auf, revierübergreifende Jagden zu organisieren. Lassen Sie mich noch ergänzen, dass die Wildbrethygiene, wir wollen die Stücke schließlich auch essen bzw. vermarkten, dadurch leidet, dass die Stücke aus Sicherheitsgründen längere Zeit unaufgebrochen liegen bleiben müssen. Von daher dürfen die einzelnen Treiben nicht zu lange dauern. Dies wird bei großen Jagden noch zu wenig bedacht und ist ein grundsätzliches Manko der Bewegungsjagd.

Strohm: Wer braucht die „Drückjagdnadel" und wie sind die Anforderungen?

Schober: Der Erwerb der Drückjagdnadel ist freiwillig. Sie hat also mit dem Lösen des Jagdscheines nichts zu tun. Das ist die erste wichtige Feststellung. Wir haben zweitens Vorstößen aus dem Ministerium für Umwelt eine eindeutige Absage erteilt, die das Schießen auf den laufenden Keiler in die Jägerprüfung einführen wollten. Die Jagd ist bei uns schon sehr facettenreich, aber es kommen auch Prüflinge ins Saarland, die nachher reine Niederwildjäger sind und für die es vielleicht wichtiger wäre, mehr mit Schrot zu schießen.

Der Vorstand hat sich bewusst dafür entschieden, dass die Anforderungen für die Nadel hoch sind und nur tödliche Schüsse zählen. Das sind wir dem Tier schuldig. Niemand muss an einer Bewegungsjagd teilnehmen! Wer sein Wild zuverlässig vom Hochsitz mit guter Auflage sauber erlegt, ist ein besserer Jäger als der, der an Drückjagden teilnimmt, obwohl er weiß, dass er den dortigen Bedingungen nicht gewachsen ist. Und genau hier ist unser Ansatzpunkt: Wir bitten die Jagdherren der Reviere, die zu Bewegungsjagden einladen, von ihren Gästen die jährliche aktuelle Drückjagdnadel abzufordern. Wer die Nadel trägt, hat unter Beweis gestellt, dass er mit seiner Waffe gut umgehen kann und auch unter Drückjagdbedingungen sauber trifft. Wer die Nadel trägt, kann auch ein bisschen stolz auf die Nadel sein. Wir wollten keine „Alibi-Nadel", sondern wir wollen einen Leistungsnachweis schaffen, der alljährlich bestätigt werden muss, wenn man an Drückjagden mit sauberem waidmännischen Gewissen teilnehmen will.

Strohm: SaarForst hat in 2008 erstmals gefordert, 20 Übungsschüsse auf den laufenden Keiler abzugeben und für 2009 angekündigt, Ergebnisse zu verlangen. Wird SaarForst die Nadel anerkennen?

Schober: Ja, SaarForst wird die Nadel anerkennen. Wir haben Wert darauf gelegt, dass nicht ausschließlich auf den laufenden Keiler geschossen wird, sondern dass auch häufige Drückjagd-Situationen nachgestellt werden, bei denen auf verhoffendes Wild geschossen werden kann. Meines Wissens werden zu SaarForst-Bewegungsjagden in Zukunft nur noch Personen eingeladen, die einen entsprechenden Nachweis erbringen und für Saarjäger wäre dies die saarländische Drückjagdnadel. Jedenfalls wurde auf Nachfrage im Vorstand bestätigt, dass gleiche Bedingungen für alle gelten, ohne Ansehen der Person und des Standes!

Strohm: Was sagen Sie zu den Jagdleitern, die sagen, „Brauche ich nicht, ich lade meine Freunde ein, ich weiß, dass die gut schießen können!"?

Schober: Ich wiederhole mich, wenn ich sage, die Nadel ist freiwillig. Wir brauchen das Vorbild! Vorbildlich wäre es, wenn der Jagdleiter seine Freunde vorher zum Schießen, z.B. ans Jägerheim nach Saarwellingen einlädt, und dort dann jeder unter Beweis stellt, dass es wirklich so ist. An 15 - 20 Patronen kann es wirklich nicht liegen! Und für denjenigen, der dann feststellt, dass er mehr Patronen aufwenden muss, war der Gang auf den Schießstand eben wichtig. Waidgerechtigkeit ist keine Worthülse, Waidgerechtigkeit muss gelebt werden!



Für die saarländische Drückjagdnadel gelten folgende Bedingungen:


• Das Kaliber muss auf alles Schalenwild geeignet sein.
• jeweils 50m Schussentfernung (Stand „laufender Keiler"), die Reihenfolge der Disziplinen ist beliebig:
  - 5 Schuss stehend freihändig auf den laufenden Keiler
  - 5 Schuss stehend freihändig auf den stehenden Keiler (pro Schuss 5 sec Zeit)
  - 5 Schuss sitzend freihändig auf den stehenden Keiler (pro Schuss 5 sec Zeit)
• Die Bedingungen für die Nadel sind erfüllt, wenn mindestens 100 Ringe erreicht wurden, es zählen jedoch nur die Ringe „8", „9" und „10" mit folgender Erweiterung:
• Die Ringe „5" und „3" nach vorne, in Laufrichtung, werden als „8" gezählt, da die Schüsse im anatomischen Sinne absolut tödlich sind.
• Werden die 100 Ringe nicht erreicht, kann auf Wunsch die schlechteste Disziplin gestrichen und sofort im Anschluss einmal wiederholt werden, sofern rein rechnerisch die 100 Ringe zu erreichen sind.
• Die Übung kann als Ganzes beliebig oft wiederholt werden. Die Nadel kann von dem Personenkreis abgenommen und verliehen werden, der auch für die VJS die Schießnachweise gemäß § 15 SJG abnehmen kann.




---------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Schießaufsicht:

Die DJV-Schießstandordnung sowie die neue VJS-Schießstandordnung sind entgeltlich in der Geschäftsstelle der VJS erhältlich. Bitte beachten Sie: Schießt eine Schießaufsicht oder ein berechtigter Büchsenmacher allein, so bedarf es keiner weiteren Aufsicht.

Jedes jagdpachtfähige VJS-Mitglied mit gültigem Jagdschein hat die Möglichkeit, sich bei der VJS mittels eines Formularvordruckes, der bei der Geschäftsstelle erhältlich ist, zu melden.

Die jeweilige Aufsichtsperson hat das Schießen ständig zu beaufsichtigen, insbesondere dafür zu sorgen, dass die auf dem Schießstand Anwesenden durch ihr Verhalten keine vermeidbaren Gefahren verursachen, sowie die Schießstandordnung und die Unfallverhütungsvorschriften beachten werden.

Seit 01.04.2006 sind nur noch die bei der VJS nach der neuen VJS-Schießordnung registrierten Jägerinnen und Jäger ordentliche Schießaufsicht. Die noch beim Innenministerium gemeldeten Standaufsichten wurden damit ungültig!